Ich denke mir nicht: „Wahnsinn, ich hab Krebs, ich Armer“. Das würde mir auch nichts bringen. Das zieht mich nur in ein tiefes schwarzes Loch. Wenn du gesund werden willst, dann musst du aktiv etwas tun. Aber auch dein Leben weiterleben. Du musst deine Krankheit beherrschen. Nicht umgekehrt.

Ich weiß, dass jeder Mensch anders mit seiner Krankheit umgeht – ich war von Anfang an sehr direkt und habe mit Verwandten und Bekannten offen darüber gesprochen. Krebs ist ja nichts Verbotenes und ausgesucht hab ich es mir auch nicht. Wieso also nicht in die Offensive gehen?

Ich erlebe, dass andere Menschen oft größere Schwierigkeiten haben, mit meiner Diagnose umzugehen, als ich selbst. Manche Menschen, mit denen ich darüber spreche, verfallen sofort in Mitleid. Manche wollen darüber nicht reden, sie sehen Krankheiten als etwas, über das man nicht spricht. Aber einigen kann ich Hoffnung geben, wenn ich ihnen meine Geschichte erzähle. Und deshalb mache ich das.