Als Arzt ist es mein Anspruch, meinen Patientinnen eine medizinische Heimat zu geben. Denn als Mensch kann ich sie mit all ihren medizinischen und psychologischen Sorgen nicht alleine lassen. Das bedeutet für mich, dass ich nicht nur den Krebs meiner Patientinnen behandle, sondern sie in ihrer Gesamtheit betrachte und langfristig mit regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und entsprechenden Vorsorgemaßnahmen begleite. Denn es gibt viele Folgeerkrankungen, die bei regelmäßiger Kontrolle frühzeitig erkannt und gut behandelt werden können – wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Durchblutungsstörungen.

Diese gesamtinternistische, langfristige Betreuung bedeutet für mein ganzes Team natürlich einen erhöhten Arbeitsaufwand. Aber der ist es wert, wenn es den Patientinnen dadurch nachhaltig gut geht.

Auch heutzutage wird über Krebs nach wie vor kaum öffentlich gesprochen. Laienfortbildungen sind daher enorm wichtig, um mit Ängsten und Vorurteilen aufzuräumen und kursierende Falschinformationen zu berichtigen. Solche Fortbildungen zu unterstützen, sehe ich auch als eine Aufgabe von uns Spezialisten.