Ich habe immer viel Wert darauf gelegt, dass unsere Patienten eine gewisse Nähe zu spüren bekommen. Nähe und Anteilnahme. Aber kein Mitleid. Das ist für mich ein riesen Unterschied. Nicht: „Sie tun mir so leid, Sie haben es so schwer“, sondern ehrlich: „Ich verstehe Sie. Ich helfe Ihnen gerne, wenn ich zu Ihrer Erleichterung beitragen kann.“

Durch mein Elternhaus, meinen Beruf und viele Fortbildungen hat Ernährung einen sehr großen Stellenwert für mich. Bei uns zu Hause gibt es keine Fertigprodukte, es wird immer frisch gekocht. Und wir ernähren uns hauptsächlich biologisch. Ich habe das Glück, dass meine Schwester einen Bio-Bauernhof hat – von ihr bekomme ich Eier, Rind- und Schweinefleisch. Marmelade, Säfte und Aufstriche mache ich selber.

Mir war auch wichtig, dass meine Kinder ein Gespür für gesunde Ernährung bekommen und kochen lernen. Bevor sie ausgezogen sind, hatten wir daher die Regelung, dass immer der kocht, der als erster zu Hause ist. Phasenweise hat das zwar bedeutet, dass wir tagelang Spaghetti zu essen hatten, aber immerhin – es stand immer etwas Selbstgekochtes am Tisch.