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Jonny
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Video Ich bin Jonny, Teil 1

Obwohl mein Krebs eine riesen Katastrophe ist, ist er ein winziger schwarzer Punkt im Verhältnis zu meinem ganzen Leben. Aber das habe ich nicht immer so gesehen. Anfangs habe ich zugelassen, dass der Krebs mein ganzes Leben übernimmt. Er war immer in meinen Gedanken – bei jeder Handlung, bei jedem Bissen die Frage: „Füttert das meinen Krebs?“ Meine ganze Aufmerksamkeit, meine ganze Energie ging auf diesen einen kleinen schwarzen Punkt. Dann habe ich gelernt diesen schwarzen Punkt in Perspektive zu setzen und auf einmal hatte ich Platz im Kopf fürs Reden, Kaffee trinken, Sudoku lösen, Paragleiten, Snowboarden und für alles andere auch.

Ich wache in der Früh auf und mein erster Gedanke ist nicht der Krebs. Ich gehe am Abend schlafen und mein letzter Gedanke ist nicht der Krebs.

Ich hatte Angst davor, meine Frau ohne Einkommen zu hinterlassen. Da habe ich mir gedacht, wenn ich die Naturprodukte, auf die ich meine Ernährung nach der Diagnose umgestellt hatte, im großen Stil einkaufe, kann ich ein kleines Geschäft aufmachen. Sollte etwas schief gehen, hat meine Frau so eine Arbeitsstelle und ist unabhängig. Und jetzt haben wir unseren eigenen Bioladen und damit eine zusätzliche Lebensaufgabe gewonnen.