Manchmal frage ich mich, warum ich auch ein 18tes Mal noch nach Namibia fahre. Aber die Antwort ist mir dann immer schnell klar. Es begeistert mich, Leuten ein Land zu zeigen, das sie noch nicht kennen und ihnen die schönstmögliche Zeit zu bieten.

Mit 21 Jahren bin ich während meines Medizinstudiums in die Reisebranche eingestiegen. Anfangs habe ich in erster Linie Abenteuertouren geleitet mit großen Gruppen. Zelten und Raften in Amerika, Australien und Afrika. Mittlerweile sind die Reisen etwas feudaler geworden – Lodge statt Zelt – aber einmal im Jahr leite ich nach wie vor eine kleinere Gruppe. Weil es mir Spaß macht. Und weil ich den Abstand brauche. Vier Wochen, in denen ich kein medizinisches Buch angreife, sondern mich mit Naturwissenschaften und kultureller Geschichte beschäftige. Vier Wochen, in denen ich genieße und meine Mitreisenden zum Genuss anregen möchte.

Das bin ich. Ich bin der, der die Reisen macht.

Eine Patientin hat mich gefragt: „Wissen Sie, wie es jetzt weitergeht, wenn ich tot bin?“

Wohin geht der Weg? Ich weiß es nicht. Ich habe ihr gesagt, dass ich dort noch nie war wo sie hingehen wird, aber dass ich zu 100% überzeugt bin, dass es dort schön ist. Weil ich noch nie einen toten Menschen gesehen habe, der traurig ausgesehen hat.