Mich freut es, wenn Patienten mir erzählen, was sie privat unternehmen. Wenn sie wieder zu reisen beginnen oder mir stolz erklären, „ich mache jetzt wieder E-Bike-Touren.“ Das zeigt mir, dass sie es geschafft haben, sich mit ihrem Tumor zu arrangieren. Dass sie ihre Lebensqualität zurückgewonnen haben. Und es gibt mir das Gefühl, dass meine Arbeit hier einen Sinn macht.

In Luxemburg bekommt man zur Kommunion Briefe von allen Verwandten und Bekannten. Zu diesem Anlass hat mich meine Großmutter gefragt, ob ich mit all den Briefmarken nicht die Briefmarkensammlung eines entfernten Onkels weiterführen möchte.

Erst im Laufe meines Berufslebens habe ich wirklich begonnen, mich damit zu beschäftigen. Weil ich einen entspannenden Ausgleich während der Winterzeit gesucht habe. Und weil ich angefangen habe, mich für die Hintergründe und Schicksale der abgebildeten Menschen zu interessieren. Wer sind diese Personen, die es einem Land wert waren, ihnen eine Briefmarke zu widmen? Also habe ich zu recherchieren begonnen. Und zu tauschen.