Als wir mit physikalischer Medizin und Rehabilitation bei Krebspatienten begonnen haben, war der Tenor noch: „Jössas, bewegts euch nur nicht. Das ist gefährlich. Da könntets sterben.“ Dabei ist das Gegenteil der Fall. Durch gezielte, regelmäßige Bewegung wird man geschickter, leistungsfähiger und bekommt ein besseres Körpergefühl. In der Folge ist man dadurch auch weniger auf fremde Hilfe angewiesen und kann wieder alleine die Einkäufe tragen. Oder mit dem Hund spazieren gehen. Oder leichter ins Arbeitsleben zurückkehren. Mir ist es ein großes Anliegen, Menschen, die mit Krebs leben oder diesen besiegt haben, zu unterstützen. Bei ihren Begleiterkrankungen. Bei ihren Bewegungseinschränkungen. Bei ihren körperlichen Unsicherheiten. Ich möchte sie auf ihrem Weg zurück in die Selbstbestimmtheit begleiten. Und ihnen mit unserem Therapieangebot zu neuer Selbstständigkeit verhelfen.

Ich lege in meinem Team sehr viel Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit. Und enge Absprache mit den onkologisch tätigen Kollegen – denn sie sind die Primärbehandler unserer Patienten. Und erst dank ihrer herausragenden Erfolge ist unsere Arbeit relevant geworden. Und im Leben überhaupt.