Meine Frau ist meine Mitte. Sie gibt mir Ruhe und Beständigkeit. Mit ihr gehe ich seit über 30 Jahren durch dick und dünn. Speziell nach der Diagnose war sie eine unglaubliche Unterstützung für mich – auch, weil sie als Krankenschwester ein ganz anderes Verständnis für meine neue Situation hatte.

Ich habe immer gehofft, dass ich irgendwann ohne Tumor nach Hause gehen kann. Aber ich habe von allen Seiten ständig gehört, dass meine Therapie nur eine lebensverlängernde Maßnahme ist. Dass der Tumor und die Metastasen nicht zur Gänze verschwinden werden. Dass mein Stadium dafür zu weit fortgeschritten ist. Also war ich trotz aller Hoffnung auch Realist. Ein Verschwinden des Tumors war so wahrscheinlich wie eine Mount-Everest-Besteigung von mir.

Und dann ist es doch passiert: „Das gibt‘s nicht, das gibt‘s nicht...“ – „Was gibt‘s nicht?“ – „Es ist nichts mehr zu sehen am CT!“ Mein ganz persönliches Wunder. Und ich bin eines Tages ohne Tumor nach Hause gegangen.